#SOSMoria: Menschenleben retten, Herr Kurz!

Erst Moria, jetzt Kara Tepe – und dann? Vergangenen Herbst ist Moria abgebrannt, doch anstatt eine humane Unterbringung der rund 12.000 Geflüchteten zu organisieren, wurde einfach ein neues Camp aus dem Boden gestampft: Kara Tepe. [1]

Seit Monaten kritisieren humanitäre Hilfsorganisationen die widrigen Bedingungen vor Ort: Das Camp ist eine sanitäre Katastrophe, für die Tausenden Bewohner_innen gibt es nur zwei Generatoren und nur selten warme Mahlzeiten. [2] Auch die psychische Situation der Geflüchteten – insbesondere der Kinder – alarmiert die Expert_innen. [3] 

Zehntausende Menschen – Frauen, Männer, Kinder, Familien, Alte und Kranke – müssen weiterhin unter inhumanen Bedingungen ausharren. Wir können den Menschen helfen und wir haben auch die Verpflichtung dazu, denn wir haben Platz!

Die Stadt Wien und Gemeinden in ganz Österreich haben sich bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen [4] – doch bislang wurden sie von der Bundesregierung daran gehindert, Bundeskanzler Kurz stellt sich quer! 

Wir appellieren daher an den Bundeskanzler: Österreich muss Geflüchtete aufnehmen! 

 

Quellen:
[1] Kurier, 21.12.2020: Eine Toilette für 140 Menschen: So schlimm ist die Lage auf Lesbos
[2] Ärzte ohne Grenzen: "Coronavirus: Evakuierung der EU-Flüchtlingslager in Griechenland dringender denn je"
[2] Der Standard, 03.02.2021: Flüchtlingslager Kara Tepe laut Helfern weiter nicht winterfest
[3] Die Zeit Online, 23.2.2021: Kinder beißen sich selbst, manchmal bis sie bluten.
[4] #aufstehn-Aktion: "Jetzt mitmachen: In unserer Gemeinde ist Platz!"
Der Standard, 31.08.2020: "Stadt Wien will 100 Flüchtlingskinder aufnehmen"